Wie wirst du von der Raupe zum Schmetterling oder auch „it’s all about change“.

„Wie wird man ein Schmetterling?“ fragte die kleine Raupe. „Du musst so sehr fliegen wollen, dass du bereit bist deine Existenz als Raupe aufzugeben“ (Veränderung für die Blumen, Trina Paulus).  Kennst du auch diese unendliche Sehnsucht in deinem Herzen? Die Sehnsucht nach mehr? Die Sehnsucht nach etwas anderem? Um Veränderungen in deinem Leben herbeizuführen, ist dieses Gefühl der Sehnsucht so wichtig. Denn nur wenn deine Sehnsucht größer ist als deine Angst, entsteht Mut. Der Mut zur Veränderung. Unsere Träume und unsere tiefen Sehnsüchte haben eine solche Sogwirkung, die uns dabei helfen kann, unserem Herzen zu folgen und unsere größten Ängste zu überwinden. Doch häufig sind unsere tiefsten Sehnsüchte auch zeitgleich unsere größten Ängste. 

Was macht dir mehr Angst? Dein Licht oder deine Dunkelheit? Viele Jahre meines Lebens hat mir mein Licht mehr Angst gemacht, als meine Dunkelheit. Eines Tages habe ich mich von meiner Angst befreit und dann durfte eine wundervolle Veränderung stattfinden. Doch hierzu brauchte es leider eine Situation, die mich an den Rand meiner eigenen Kräfte brachte, an dem ich dann letztlich über den notwendigen Stein stolperte, der alles ins Rollen brachte… wir können den Schmetterling nicht suchen, wir können ihn nur finden – und zwar in Situationen und Momenten unseres Lebens, auf die wir nicht vorbereitet waren und die uns an unsere Grenzen bringen. Und so war es auch bei mir. Dieses Ereignis – welches eine tiefgreifende Veränderung in mir herbeiführte – liegt noch nicht lange zurück. Bevor dieses Ereignis mir wiederfuhr, hatte ich mich monatelang damit auseinandergesetzt, etwas verändern zu wollen. Leider bin ich mit meinem rationalen und intellektuell nachvollziehbaren Wunsch nach Veränderung gefühlte 100 – vermutlich sogar eher 1.000 – Mal mit Anlauf gegen eine Mauer gerannt. Denn was ich bis zum damaligen Zeitpunkt nicht verstehen wollte ist, dass in dem Moment in dem ich mir sagte, dass ich mich und eine Situation in meinem Leben verändern will, eine Gegenkraft hervorgerufen wird, die mich daran hinderte, mich und die Situation zu verändern. Denn Veränderungen finden ganz von alleine statt. Sie findet statt, wenn du tiefer gehst, wenn du anerkennst und akzeptierst, wer du bist…dann darf Veränderung fließend und einfach so entstehen. Veränderung ist sehr paradox: auf der Suche nach Veränderung werden wir nichts finden, außer uns selbst und das, was wir schon immer waren. Und wieder bin ich bei einem Punkt, der mir so sehr am Herzen liegt: es geht letztendlich immer darum zu fühlen… und nicht darum etwas zu wissen… aus dem Gefühl heraus entsteht Veränderung. Im Außen wirst du sie nicht finden. Sie findet dich im Innersten. In deinem tiefsten Innersten. 

Indem du deinen Blick von einem nach außen gerichteten Wachstum nach innen richtest, entdeckst du dich wieder, gehst in die radikale Akzeptanz und befreist dich von jahrzehntelangen Schädigungen deines Egos.

Ich bin der festen Überzeugung, dass wir uns unser ganzes Leben lang verändern. Es funktioniert nicht, sich nicht zu verändern. Du kannst nicht in denselben Fluss zweimal springen. Der Fluss hat sich verändert und du dich in der Zwischenzeit auch. Ich mag dieses Bild von dem Fluss sehr gerne, denn so wie der Fluss immer in Bewegung ist, sind auch wir immer in Bewegung und Veränderung. Leider können wirklich tiefgreifende Veränderungen nur aus Situationen heraus entstehen, die uns an unsere Grenzen oder weit darüber hinausbringen. An einen Punkt, an dem wir mit unseren bisherigen Erfahrungen und mit all unserem Wissen nicht mehr weiterkommen… Doch dann öffnet sich plötzlich aus diesem Gefühl und aus dieser vielleicht sogar ausweglos erscheinenden und schmerzhaften Situation heraus eine neue Tür, nach der wir zuvor niemals gesucht hätten. 

Was tust du, wenn du dich einsam fühlst? Wahrscheinlich suchst du Gesellschaft, um dem Gefühl der Einsamkeit entgegenzuwirken. Du würdest vermutlich diesem Gefühl nicht mit alleine sein entgegenwirken oder? Doch im Allein sein liegt die Kraft der Veränderung. Einsamkeit deutet darauf hin, dass du dich von dir entfremdet hast. Was ist da also besser, als mit dir alleine zu sein, um dir selbst wieder näher zu kommen und dich selbst wieder zu spüren, zu fühlen und zu erkennen? Und diese Veränderungen, die nicht aus unseren Ego-basierten Strukturen heraus forciert werden, sind die wirklich tiefgreifenden Veränderungen. Veränderungen, die nicht mittels unseres Willens erzwungen werden können, sondern lediglich erfahren, erfühlt und erspürt werden können… weil sie plötzlich in unserem Leben auftauchen. Und sie tauchen dann auf, wenn du vielleicht am wenigsten damit rechnest, aber bereit dazu bist. Vertrau mir.

Wenn du auf deinen Lebensweg zurückblickst und auf all die Entscheidungen, die du im Laufe deines Lebens bisher getroffen hast, dann wirst du feststellen, dass jede einzelne deiner getroffenen Entscheidungen eine Veränderung in deinem Leben herbeigeführt hat. Manchmal sind wir auf einem Weg, der uns nicht guttut und uns möglicherweise körperlich, seelisch oder geistig schmerzt. Wenn wir uns dazu entscheiden, einen solchen Weg zu verlassen, müssen wir uns manchmal durch viel Dickicht, durch einen tiefen, schlammigen Sumpf kämpfen, um wieder Licht zu erblicken. Manchmal haben wir nicht einmal mehr die Kraft, diesen Weg zu verlassen. Und da sind wir wieder bei der Angst vor Veränderung. Wir haben uns so sehr an den Schmerz gewöhnt, dass wir Angst vor der Leichtigkeit und Freude haben – so paradox das auch erscheinen mag. Doch angenommen, wir entscheiden uns eines Tages dafür, diesen Weg zu verlassen, der uns schadet… dann verändern wir an dieser Stelle lediglich den äußeren Umstand. Wir können die Beziehung beenden, die uns nicht gut tut, wir können den Job kündigen, der uns nicht glücklich macht, wir können die Stadt verlassen, in der wir uns nicht wohl fühlen, uns von Menschen entfernen, die uns verletzen… was wir aber oftmals dabei vergessen ist, dass die Veränderung äußerer Umstände zwar hilfreich sein kann, wir hierbei aber das Wesentliche außer Acht lassen: uns selbst. Unser Innerstes. Denn selbst wenn wir uns aus einer Beziehung lösen, die uns mehr schadet als guttut, tragen wir den Schmerz weiterhin in uns. Wie können wir die Dinge loslassen, die uns tief in der Seele Schmerzen bereiten? Reicht es da wirklich aus, wenn wir einfach aus einer Situation heraus gehen? Werden wir dann nicht schnell wieder in eine vergleichbare Situation gebracht? Es ist sicherlich ein erster Schritt, wenn wir uns mit unserem Außen beschäftigen, doch reicht das wirklich? Ich bin der festen Überzeugung, dass dies nicht ausreicht, denn Veränderung kann langfristig nur in unserem tiefsten Inneren stattfinden. Es ist eine tiefe Transformation deines Innersten.

Das Außen zu verändern kann also nie der einzige Schritt zur Befreiung sein. Ich ermutige dich dazu, mal tief in dich hinein zu fühlen. Wo in dir ist der Ort, den du im Außen bereits bereit bist zu verändern? Kannst du diesen Ort in dir verändern? Denn du wirst im Außen immer wieder das bekommen, was du in deinem Inneren fühlst und aus deinem Inneren ins Außen gibst. Das Außen zeigt dir lediglich auf, was dein Inneres ist, braucht und empfindet. Das Außen darf dir dabei helfen, dein Inneres zu verändern, damit sich das Außen auch verändern kann. Ich habe viele Jahre meines Lebens damit verbracht, diesen Zusammenhang zu analysieren und zu verstehen. Ich fragte mich in meinem Leben ganz oft, warum mir das Leben solche Steine in den Weg legt. Ich empfand es als ungerecht und war wütend. Doch die erschreckende Erkenntnis und Wahrheit ist, ich habe mir selbst eine sehr lange Zeit nicht erlaubt, glücklich zu sein. Ich habe mich selbst nicht geliebt, aber von meinem Gegenüber erwartet, dass er es tut und mich dadurch heilt. So funktioniert es nur leider nicht… Erst als ich meine negativen Glaubenssätze erkannte, auflöste und mir endlich erlaubte, diese Veränderung in meinem Innersten zuzulassen… es zu fühlen… in den tiefen meines Herzens… hat sich auch das Außen transformiert. Das bedeutet wiederum nicht, dass das Leben mir keine Steine mehr in den Weg legt. Es bedeutet aber, dass ich anders mit diesen Steinen umgehe – sie nicht mehr als Felsbrocken wahrnehme, sondern als Kieselsteine, aus denen ich etwas Schönes bauen kann! Und das kannst du auch… ich glaube ganz fest daran!

Wenn du also eine Veränderung in deinem Leben herbeiführen möchtest, kannst du zwar mit einer Veränderung der äußeren Umstände beginnen, solltest aber immer daran denken, dass dies lediglich ein Zeichen deines Inneren ist, welches sich nach Veränderung sehnt. Dein wahres Selbst kennt den Weg – immer – auch wenn du ihn mal verlassen oder aus den Augen verloren hast und deine Realität zeigt dir, wie du auf diesen Weg zurückfindest. Folge der Sehnsucht in deinem Herzen. Deine Sehnsucht wird dir den Weg zeigen.

Und eines Tages wirst du so sehr fliegen wollen, dass deine Angst deiner Sehnsucht weicht und du als wunderschöner Schmetterling in dein Leben fliegst!

Deine Nadine Patrizia 

Ein Kommentar zu „Wie wirst du von der Raupe zum Schmetterling oder auch „it’s all about change“.

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