Über Transformation und persönliches Wachstum

Hast du schon einmal darüber nachgedacht, was genau für dich „persönliches Wachstum“ bedeutet? In unserer heutigen Welt dreht sich alles um Selbstoptimierung und darum, immer noch mehr zu erreichen, getreu dem Motto: „höher, besser, schneller, weiter!“ 

Doch Viele von uns brennen systematisch aus und werden eines Tages vom eigenen Körper zu einer Auszeit gezwungen. Es tauchen körperliche oder psychosomatische Beschwerden auf oder sogar eine Mischung aus Beidem. Wir fühlen uns ausgebrannt und erschöpft und sind es leid, ohne Tempolimit in unserem Hamsterrad weiter zu rennen.

Unser Körper sendet uns jedoch frühzeitig Signale und Zeichen, dass es dringend an der Zeit ist, eine Pause einzulegen. Wenn wir diesen Hilferuf unseres Körpers zu lange ignorieren, zwingt uns unser Körper in die Knie. Früher habe ich das als etwas Schlechtes empfunden. Ich war der Überzeugung, dass mein Körper jetzt gegen mich arbeitet, denn ich hatte doch noch so Vieles auf meiner langen „To-Do-Liste“, das noch nicht abgearbeitet war. 

Heute weiß ich: mein Körper hat es gut mit mir gemeint. Denn mein Körper besitzt eine wahnsinnige Intelligenz und arbeitet für mich und nicht gegen mich. Denn ich habe die Zeichen damals regelrecht ignoriert und wollte diese nicht wahrhaben. 

Mein persönliches Fazit ist: Pausen stehen nicht für „Rückschritte“ und auch nicht für „Versagen“, sie sind wichtig und in Wirklichkeit sind es für mich echte „Wachstumsschritte“, da sie dafür stehen, dass wir uns um uns und unseren Körper sorgen und einen guten Umgang mit uns selbst pflegen. 

Doch warum schreibe ich heute über Transformation und persönliches Wachstum? 

Was bedeutet Wachstum für dich? Was bedeutet Erfolg für dich? 

Rückwirkend betrachtet waren die schwersten Erfahrungen meines Lebens exakt diejenigen, die mir das größte Wachstum geschenkt haben. In diesen Momenten hat es sich selbstverständlich nicht so angefühlt, denn da war nur Schmerz, Verletzung, Traurigkeit, Wut, Ohnmacht, Enttäuschung und all die Gefühle und Emotionen, die im Moment der gemachten Erfahrung so wichtig sind und gefühlt werden wollen. Doch wenn du durch die Gefühle hindurchgehst und gleichzeitig nicht an ihnen anhaften bleibst, darfst du heilen und vor allem darfst du wachsen! Denn ich bin davon überzeugt, dass alles was uns im Leben widerfährt, einen tieferen Sinn hat. 

Ganz gleich wie du das siehst, Fakt ist, dass Gefühle nur von kurzer Verweildauer sind. Jedes noch so schmerzhafte und unangenehme Gefühl vergeht relativ schnell wieder, wenn du nicht daran anhaftest und ins Grübeln darüber verfällst. Ich kenne auch viele Menschen, die Angst vor ihren eigenen Gefühlen haben und wollen, dass diese ganz schnell wieder verschwinden. Das ist das andere Extrem und führt in der Regel ebenfalls nicht zum gewünschten Resultat. 

Du fragst dich jetzt vielleicht, „wie schaffe ich es, meine Gefühle ziehen zu lassen?“

An dieser Stelle möchte ich einen Impuls mit dir teilen, der dich darin unterstützen kann, deine Gefühle zuzulassen, aber dennoch nicht an ihnen anzuhaften.

Mein Impuls: 

  • Nimm wahr, welches Gefühl aktuell präsent ist? Fühlst du Wut, Ärger, Traurigkeit? 
  • Akzeptiere das Gefühl und dass es gerade so präsent ist.
  • Bewerte das Gefühl nicht. Füge keine weiteren inneren Bilder hinzu, keine weiteren Geschichten, Gedanken oder Meinungen. Tauche nicht in vergangene Geschichten ein oder in Zukunftsszenarien. Sei ganz präsent in der Gegenwart. 
  • Bleibe ganz achtsam bei dem Gefühl, welches du gerade fühlst. Und stelle dir Fragen, wie: „Wo in meinem Körper fühle ich dieses Gefühl? Verändert es sich, wenn ich nicht aktiv darauf eingehe? Wie lange hält dieses Gefühl an?“

Ein achtsamer Umgang mit dir selbst steht für mich sinnbildlich für dein „persönliches Wachstum“. Es ist ein Aussteigen aus dem sich immer schneller drehenden Hamsterrad, ein Verlassen deiner inneren Autobahn, die du mit 200 Stundenkilometern jeden Tag entlang bretterst. Es ist ein Ankommen bei dir, ein auf dich einlassen und vor allem ist es ein mitfühlendes und liebevolles Annehmen deiner persönlichen Grenzen, ein Wahrnehmen deiner Bedürfnisse und ein Anerkennen deiner Gefühle und Emotionen. 

Wenn du also mit deinem Leben oder einem einzelnen Lebensbereich unzufrieden bist, persönlich wachsen oder etwas verändern möchtest, dann gebe ich dir noch einen weiteren Impuls mit auf den Weg.

Mein Impuls:

Nimm dir Zeit und mache in Ruhe eine Bestandsaufnahme von deinem Leben. Du kannst hierfür das Lebensrad nutzen oder ganz einfach die unterschiedlichen Lebensbereiche, die dir persönlich sehr wichtig sind, notieren. In jedem Bereich notiere dir, wo du aktuell stehst, wohin du gerne möchtest und was du dafür tun kannst.  

All meine Impulse und Anregungen in diesem Artikel haben eines gemeinsam: es geht darum, in die Selbstverantwortung zu gehen und dein Leben aktiv in die Hand zu nehmen. Situationen aktiv zu verändern, die dich unglücklich oder unzufrieden stimmen. Es geht darum, selbstwirksam zu bleiben und dem Leben und dir selbst achtsam, aber auch mutig entgegenzutreten! Denn du bist es wert, ein glückliches und erfülltes Leben zu leben! Du bist es wert, das zu tun, was dich mit Glück und Freude erfüllt! Und du bist es wert, dein Potenzial zu erkennen und in die Welt zu tragen! 

All das bedeutet für mich „persönliches Wachstum“, denn wir können auch im hohen Alter noch wachsen und uns verändern, das hat mittlerweile auch die Wissenschaft bestätigt. Vor einigen Jahren war noch die Meinung vorherrschend, dass unsere Persönlichkeit im Alter von 30 Jahren fertig entwickelt ist. Eine Theorie, die auf die Persönlichkeitspsychologen Paul Costa und Robert McCrae zurückgeht. Doch heute gibt es Studien, die belegen, dass wir uns auch im Alter von 60+ noch stark verändern können und wesentliche Persönlichkeitsmerkmale veränderbar sind. Ist diese Aussicht nicht großartig und ganz wundervoll? 

Für mehr Input zum Thema verweise ich auf unsere aktuelle Podcast Folge! 

Und noch ein letzter Impuls: wenn du eine Bestandsaufnahme für dich gemacht hast und erkennst, dass du auf dem Weg der Umsetzung externe Unterstützung oder Hilfe benötigst, dann nimm diese in Anspruch! Suche dir einen für dich passenden Coach oder Therapeuten, der mit dir gemeinsam die Themen angeht. Denn auch das hat etwas mit „persönlichem Wachstum“ und Selbstfürsorge zu tun! Wir alle brauchen ab und zu Unterstützung von außen, das ist okay und vollkommen normal! 

Deine Nadine Patrizia 

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