Wie du dein Jahr 2022 gut abschließen kannst - Reflektion zum Jahresende

Weil sich das Jahr 2022 rasant dem Ende neigt, möchte ich diesen Blog Beitrag dafür nutzen, um dir ein paar Impulse zu geben, die dich darin unterstützen dein Jahr positiv abzuschließen.

Ich persönlich mache zum Jahresende immer eine kleine – und manchmal etwas größere 😉 – Inventur, um mich neu auszurichten und mit möglichst wenig Ballast ins neue Jahr zu starten.

Dabei kann es zunächst hilfreich sein, mit einem „Rückblick“ im Rahmen einer Reflektion zu starten. Es kann unglaublich kraftvoll und unterstützend sein, dir einen Zeitstrahl aufzuzeichnen und dir darauf die wichtigsten Meilensteine – Ereignisse, Veränderungen, Erfolge, Misserfolge etc. – zu notieren.

Folgende Fragen können dich hierbei unterstützen:

  • Welche Erfolge konnte ich verzeichnen?
  • Welche „Misserfolge“ hatte ich bzw. was lief nicht gut?
  • Was lerne ich aus meinen Erfolgen bzw. Misserfolgen?
  • In welchen Momenten war ich besonders glücklich?
  • Welche Ziele habe ich erreicht?
  • Welche Themen haben mein Jahr bestimmt?

Du kannst zur Beantwortung der Fragen deinen Kalender zur Hand nehmen und Monat für Monat nochmal Revue passieren lassen. Du kannst dich mit Freunden, Kollegen oder dir nahestehenden Menschen über dein Jahr unterhalten – meist haben diese nochmal eine ganz andere Sicht auf dein Jahr. Wichtig ist, nimm dir ausreichend Zeit dafür. Bei mir dauert das meist ein paar Stunden 😉 Denn nur dann kannst du etwas für dich mitnehmen.

Nun ist die Grundlage geschaffen und du kannst im nächsten Schritt deinen Zeitstrahl des Jahres 2022 nochmal vor dir ausbreiten und dir wichtige Entscheidungen in Erinnerung rufen.

  • Welche Entscheidungen waren für mich in diesem Jahr von Bedeutung?
  • Würde ich diese Entscheidungen heute wieder so treffen?
  • Wenn nicht, was würde ich anders machen?

Wichtig hierbei ist es nicht, etwas zu bereuen und im Groll zu verharren, sondern dir bewusst zu machen, dass du diese Entscheidung damals so getroffen hast, weil du es nicht anders konntest. Nimm also die Erkenntnisse mit, um es beim nächsten Mal anders zu machen und nicht, um etwas zu bereuen, was du nicht mehr rückgängig machen kannst.

Im dritten Schritt geht es darum, deine Ziele zu reflektieren.

  • Was für Ziele hattest du für dieses Jahr?
  • Welche Ziele hast du erreicht? Und zur Steigerung der Frage: Warum hast du sie erreicht? Diese Frage unterstützt dich darin, dir deiner Ressourcen und Fähigkeiten bewusst zu werden!
  • Welche Ziele hast du nicht erreicht? Und auch hier wieder die Frage nach dem „warum“? Lag es an den nicht passenden Rahmenbedingungen, an anderen Personen oder an Themen, die in deiner Hand liegen? Sei hier ehrlich zu dir selbst 😉 Es gibt meist zwei Extreme, zu denen viele Menschen tendieren: Kategorie I: „Immer sind die Anderen schuld.“ Kategorie II: „Ich bin an allem selbst schuld.“ Beides kann sehr ungesund sein!
  • Welche Ziele möchte ich mit in 2023 nehmen?

Ich wünsche dir viele Erkenntnisse und viel Freude bei der Reflektion deines Jahres 2022!

Die drei wichtigsten Impulse aus meiner Sicht sind:

  • Finde in jeder negativen Erfahrung auch etwas
  • Akzeptiere das was war: du kannst die Vergangenheit nicht umschreiben oder gemachte Fehler rückgängig machen.
  • Lerne aus deinen gemachten Erfahrungen und nimm das Beste davon mit in 2023!

Außerdem möchte ich ein paar Rituale mit dir teilen, die dich darin unterstützen, das Jahr 2022 gut abzuschließen.

No.1:

Vergebung – so simpel es klingen mag, so kraftvoll ist es, um dein Jahr abzuschließen. Sicherlich gibt es auch in deinem Leben Menschen, Situationen oder Ereignisse, die dich verletzt haben, oder in denen du andere Menschen verletzt hast – sei es unbewusst oder bewusst. Möglicherweise gibt es Personen, bei denen sich in deinem Bauch ganz schön viel Wut ansammelt, wenn du an sie denkst oder darüber nachdenkst, was vorgefallen ist.

Doch letztlich schaden wir damit nur uns selbst, denn die andere Person weiß im Zweifel gar nicht, dass du wütend, enttäuscht oder verletzt bist bzw. kümmert sich nicht darum. Du verschwendest daher ausschließlich deine kostbare Energie und Kraft. Daher ist es notwendig, mit Vergangenem abzuschließen, um ohne Ballast ins neue Jahr zu starten.

Was du konkret tun kannst:

  • Setze dich an einen ruhigen Ort, schließe deine Augen und konzentriere dich auf deinen Atem. Vielleicht hilft es dir, eine schöne Musik anzumachen. Nachdem du ein paar tiefe Atemzüge genommen hast, lade ich dich ein, an drei Menschen, Situationen oder Momente zu denken, die dich im Jahr 2022 verletzt haben und die du bisher nicht vergeben und damit loslassen konntest.
  • Schreibe diese drei Personen oder Ereignisse auf drei Notizzettel, Post-Its o.ä.
  • Verbrenne diese Zettel.
  • Klingt komisch, ist aber kraftvoll und du schaffst Raum für Neues 😊

No.2:

Dankbarkeit – indem du Dankbarkeit in deinem Leben kultivierst, stärkst du nicht nur deine Resilienz, sondern bist auch zufriedener und ausgeglichener.

Über Dankbarkeit habe ich bereits geschrieben, daher an dieser Stelle nur kurz & knapp eine herzliche Einladung, all die Dinge, Menschen und Situationen zu notieren, für die du in diesem Jahr 2022 dankbar bist. Diese Liste darf lange sein! 😉

No.3:

Schreibe einen Brief an dein Ich von vor einem Jahr, indem du dich gedanklich in dein Ich von vor einem Jahr versetzt und die folgenden Fragen beantwortest:

  • Was möchtest du deinem 12 Monate jüngeren Ich für 2022 mit auf den Weg geben?
  • Worauf möchtest du es vorbereiten?
  • Welche Ängste, Sorgen und Zweifel möchtest du deinem Ich von vor einem Jahr nehmen?

Erinnere dich beim Schreiben an deine Wünsche, Träume und Pläne, die du für 2022 hattest. Hierbei kann dich auch die Reflektion vom letzten Beitrag unterstützen.

Schreibe diesen Brief, als würdest du an eine gute Freundin/einen guten Freund schreiben.

Mit diesem Tool stärkst du dein Mitgefühl für dich selbst und kannst Vergangenes reflektieren, neu einordnen und loslassen.

No.4:

Ritual No.4 dient dazu, gut ins neue Jahr 2023 zu starten und vielleicht hast du davon bereits gehört. Es geht darum, dir dein persönliches Vision Board für 2023 zu gestalten – in welcher Form auch immer.

  • Welche Ziele, Wünsche, Träume und Pläne hast du für 2023?
  • Entscheide, ob du dein Vision Board analog oder digital gestalten möchtest.
  • Analog: Blättere durch Zeitschriften und schneide für zu deiner Vision passende Bilder aus und klebe sie auf dein Plakat. Du kannst auch Wörter ausschneiden, die zu deinen Wünschen und Plänen passen.
  • Digital: Scrolle durch Pinterest und suche nach passenden Fotos. Dann kannst du dir bspw. über Canva eine Vorlage gestalten, in der du deine Fotos für dich passend anordnest.

Nutze dein Vision Board als Hintergrund auf deinem Desktop, Smartphone, oder hänge es zu Hause auf! Je öfters du darauf blickst und damit arbeitest, desto kraftvoller seine Wirkung! 😉

Deine Nadine Patrizia

 

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